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Dank privater Spenden an die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin:

Gemeinsamer Erwerb von Thomas Mann-Briefen und Erstausgaben seiner Werke gelungen


Am 30. Oktober 2007 feierten der Vorsitzende der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Klaus G. Saur, und die Generaldirektorin der Bibliothek, Barbara Schneider-Kempf, den gemeinsamen Erwerb einer umfangreichen Sammlung mit Briefen von und an Thomas Mann sowie zahlreichen teils signierten Erstausgaben seiner Werke.

35 Privatpersonen und Stiftungen unterstützten die Staatsbibliothek zu Berlin mit ihren Spenden an den Freundeskreis der Bibliothek beim Erwerb der Thomas-Mann-Sammlung, welche von einer Münchnerin über viele Jahre hinweg sorgsam aufgebaut wurde.

In der Sammlung befinden sich 183 Briefe aus den Jahren 1912 bis 1955, von denen Thomas Mann 110 verfasste. Mehrfach schrieb er an den Journalisten Wilhelm Kiefer, schildert im Oktober 1933 in einem Brief aus Zürich seine Situation nach dem Weggang der Familie aus Deutschland und geht im August 1934 auf den nationalsozialistischen Putschversuch in Österreich ein. Zahlreiche Briefe verfasste Mann in Pacific Palisades bei Los Angeles, wohin die Familie 1941 gezogen war. In der Sammlung sind einige Briefe, die er an den lange in den U.S.A. lebenden, 1950 nach Europa zurückgekehrten und in den 70ern als P.E.N.-Präsident wirkenden Schriftsteller Hermann Kesten schrieb. - Zwanzig in der Sammlung enthaltene Briefe stammen von Mitgliedern seiner Familie. 39 der Ausgaben seiner Werke signierte der Nobelpreisträger für Literatur, weitere 106 Erst- und andere Ausgaben, künstlerisch wertvolle Drucke, Porträtfotos mit seiner Frau Katia und andere Familienfotos sowie umfangreiches Material zu seinem Leben machen die Sammlung von und über Thomas Mann zu einem neuen besonderen Schatz der Staatsbibliothek zu Berlin.

Die Thomas-Mann-Sammlung wird in den reichen Bestand der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin aufgenommen und dort geschlossen aufgestellt. Sie kommt damit in ein Umfeld, das bereits jetzt in anderen Sammlungen rund 80 handgeschriebene oder maschinenschriftlich verfasste Briefe von Thomas Mann nachweist.