November 2018

Buchpatenschaft

Für jede einzelne Patenschaft aus unserem breitgefächerten Angebot ließen sich gute Gründe finden, warum gerade diese im Blog vorgestellt werden soll. Für November haben wir uns Musik entschieden, für Mozart, für Wolfgang Amadeus Mozart – aber nicht den, den alle kennen, sondern den Sohn. Geboren 1791 und getauft auf den Namen Franz Xaver Wolfgang hatte seine Mutter, Constanze Mozart, den jüngeren Sohn bereits im Kindesalter für den Musikerberuf vorgesehen und ihm den Künstlernamen „Wolfgang Amadeus Mozart, Sohn“ verpasst und ihn als Fünfjährigen das Papageno-Lied öffentlich singen lassen. Unterrichtet wurde er von prominenten Lehrern und seine erste Komposition erschien 1802 im Druck. 1808 nahm er eine Stelle als Hausmusiklehrer der Kinden der Grafen Baworowski in Podkamien (bei Lemberg) in Galizien an. Auch nachdem er diese Stelle aufgegeben hatte, blieb Franz Xaver Wolfgang in Lemberg. Zwischen 1819 und 1821 unternahm er eine Kunstreise, die ihn unter anderem nach Warschau, Kopenhagen, Berlin, Prag, Venedig, Zürich und Salzburg führte. 1838 kehrte er nach Wien zurück und lebte dort als Komponist und Pianist. 1844 starb Franz Xaver Wolfgang Mozart während eines Kuraufenthalts in Karlsbad.

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Mozart, Franz Xaver Wolfgang (1791-1844): Grand Concerto pour le Pianoforte avec grand Orchestre compose et dédié A Son Altesse Jmperiale Madame la Grande Duchesse Marie Paulowne Princesse héréditaire de Saxe-Weimar : Oeuv. 25. Es-Dur – Leipzig: Peters, ca. 1819

Das virtuose Es-Dur-Klavierkonzert entstand 1818 im Hinblick auf eine große Konzertreise, die ihn durch ganz Europa führte. Gewidmet ist es der Großherzogin von Sachsen-Weimar Marie Paulowna (1786 – 1859). Diese an Kunst und Wissenschaft interssierte, russische Prinzessin wurde 1804 mit dem Erbprinzen Carl-Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach verheiratet. Mit ihrer Zeit in Weimar verbinden sich Namen wie J. W. von Goethe und Franz Liszt.

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Das vorliegende Exemplar trägt das Exlibris der Sammlung Werner Wolffheim (1877-1930). Der promovierte Jurist studierte im Anschluss von 1906 bis 1909 Musikgeschichte in Berlin und arbeite danach als Musikwissenschaftler und Kritiker. Seine Sammlung gehörte zu den weltweit bedeutendsten privaten Musikbibliotheken, musste von ihrem Besitzer 1927 jedoch aufgelöst und versteigert werden.

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