Veranstaltungen

Programm 2020

MI 08.12.2021
18:00 Uhr
Buchvorstellung

"Hast du uns endlich gefunden"
von Edgar Selge - ABGESAGT

Begrüßung und Moderation:
André Schmitz, Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Das literarische Debüt von Edgar Selge: Ein Zwölfjähriger erzählt seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Exemplarisch und radikal persönlich. Eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen.

Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Phantasie. Dieser Junge, den der Autor als fernen Bruder seiner selbst betrachtet, erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt. Wenn sich der dreiundsiebzigjährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein. Sein Text versucht, ein Gesellschaftsbild einer Familie um 1960 zu erzählen, die auch seine Familie ist. Die Geschichte ist so persönlich wie allgemeingültig.

Edgar Selge gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern Deutschlands. 1948 geboren, wuchs er im ostwestfälischen Herford als Sohn eines Gefängnisdirektors auf. Seine Schauspielausbildung schloss er 1975 an der Otto Falckenberg Schule in München ab. Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien.

Corona-Hinweise:
Der Zutritt der Veranstaltung wird nach den jeweils gültigen Vorgaben des Landes Berlin geregelt. Derzeit gilt die 2 G-Regelung und wir bitten Sie, entsprechende Nachweise am Einlass vorzulegen.
Beachten Sie bitte, dass ein Betreten der Räume nur mit Mund-Nasenbedeckung gestattet ist und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein. Im Otto-Braun-Saal werden maximal 40 % der Platzkapazitäten ausgeschöpft unabhängig von möglicherweise weitergehenden Möglichkeiten der Auslastung.

Anmeldung an:
freunde@sbb.spk-berlin.de

 

Veranstaltungsort:

Staatsbibliothek zu Berlin
Otto-Braun-Saal
Potsdamer Str. 33
10785 Berlin

 

MO 13.12.2021
18:00 Uhr
Buchvorstellung

"Römische Tage"
von von Simon Strauss - ABGESAGT

Begrüßung:
André Schmitz, Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Ein junger Mann kommt in die ewige Stadt, um die Gegenwart abzuschütteln –zweihunderteinunddreißig Jahre und acht Monate nach Goethe. Er sucht einen eigenen Weg, fühlt fremde Zeiten in sich leben. In Rom erinnert er sich. In Rom verliebt er sich. In Rom trauert er. Er trifft auf außergewöhnliche Menschen und findet seine Aufgabe: Alles wahrnehmen, nichts auslassen. Römische Tage führt zu den vielen Anfängen und Enden unserer Welt und fragt, was wir morgen daraus machen.

Der Erzähler zieht in eine Wohnung schräg gegenüber der Casa di Goethe. Die Geschichten der Stadt Rom spielen vor seinem Auge: Der Mord an Caesar am Largo Argentina ist ihm genauso lebendig wie das Gerangel der Sonnenbrillenverkäufer auf dem Corso. Er taucht ein in eine Welt voller Gegensätze: die Verlorenheit der jungen Italienerinnen und die schwindende Bedeutung der alten Intellektuellen. Und er malt sich aus, was möglich sein könnte: „So ist es nicht. So war es nie. So wird es immer bleiben.“

Antike und moderne Ideale, leuchtende Paläste, ausgelassene Partys und vergehende Kunst. Einheimische, Migranten, Gläubige, Touristen, Bettler. Zwischendrin Müll, viel Müll. Und immer wieder das Stechen in seiner Brust, das die Ärzte nicht ernst nehmen wollen. Begeistert und melancholisch, leichtfüßig und ergreifend erzählt Simon Strauß, warum Gegenwart nicht ohne Vergangenheit auskommt.

Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe »Arbeit an Europa«. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über Konzeptionen römischer Gesellschaft. Er lebt in Frankfurt, ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Römische Tage“ ist sein zweiter Roman.

Corona-Hinweise:
Der Zutritt der Veranstaltung wird nach den jeweils gültigen Vorgaben des Landes Berlin geregelt. Derzeit gilt die 2 G-Regelung und wir bitten Sie, entsprechende Nachweise am Einlass vorzulegen.
Beachten Sie bitte, dass ein Betreten der Räume nur mit Mund-Nasenbedeckung gestattet ist und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein. Im Wilhelm von Humboldt-Saal werden maximal 40 % der Platzkapazitäten ausgeschöpft unabhängig von möglicherweise weitergehenden Möglichkeiten der Auslastung.

Anmeldung an:
freunde@sbb.spk-berlin.de

 

Veranstaltungsort:

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm von Humboldt-Saal
Unter den Linden 8
10117 Berlin

 

Veranstaltungen

Rückblick

DO 25.11.2021
18:15 Uhr
Buchvorstellung

Seid doch laut! Die „Frauen für den Frieden“ in Ost-Berlin erzählen ihre Geschichte
Mit Almut Ilsen und Ruth Leiserowitz

Im Herbst 1982 formulierten sieben Frauen in Ost-Berlin eine Eingabe und sammelten Unterschriften gegen das neue Wehrdienstgesetz der DDR, das die Einbeziehung von Frauen im Verteidigungs- und Mobilmachungsfall vorsah. Dies war die Initialzündung für die Entstehung der Oppositionsgruppen „Frauen für den Frieden“, zuerst in Ost-Berlin und später auch in anderen Städten der DDR. Die Gruppen vernetzten sich und organisierten jährliche Treffen.

MI 17.07.2019
18:00 Uhr
Lesung und Gespräch

Alexander von Humboldt
"Sämtliche Schriften"

DI 04.06.2019
18:00 Uhr
Lesung

Simone von Zglinicki liest Theodor Fontane

“Meine Kinderjahre”

FR 24.05.2019
18:00 Uhr
Lesung

Florian Illies

“1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte”