Veranstaltungen

Programm 2020

MO 09.05.2022
18:00 Uhr
Buchpremiere

"Kind einer schwierigen Zeit. Otfried Preußlers frühe Jahre" von Carsten Gansel

Begrüßung: Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin und Thomas Sparr, stellv. Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Die kleine Hexe, Räuber Hotzenplotz und Krabat – so viele Kinder sind mit den Geschichten von Otfried Preußler groß geworden. Über die bewegende Lebensgeschichte des Kinder- und Jugendbuchautors spricht der Autor Carsten Gansel mit Carola Pohlmann, Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung in der Staatsbibliothek zu Berlin, und mit Wolfgang Hörner, Galiani Verlag. Aus dem Buch liest der Schauspieler Hanns Zischler.

Otfried Preußler, geboren 1923, war ein deutscher Junge wie viele. Außer, dass er mit 17 anfing zu schreiben. Direkt nach dem Abitur 1942 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam als 19-Jähriger an die Ostfront. 1944 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Dort rettete er sich – nicht zuletzt – durch das Schreiben. Was er dort erlebte, wie ihn diese Zeit prägte und welche Kämpfe Otfried Preußler mit sich selbst ausfocht, erzählt Carsten Gansel anhand aufsehenerregender Archivfunde und autobiographischer Texte.

Carsten Gansel zeigt, auf welche Weise seine Eltern und die böhmische Landschaft mit ihren Mythen, Sagen und Legenden, und wie Krieg und Gefangenschaft Otfried Preußler prägten und in spätere Werke wie etwa Krabat eingingen. Bei der biografischen Spurensuche hat er zahlreiche Dokumente aus schwer zugänglichen russischen Archiven aufgespürt und gänzlich unbekannte Texte von Otfried Preußler zutage gefördert.
Auch Teile eines Jahrzehnte später entstandenen Autobiografie-Projektes und eines unveröffentlichten Romanvorhabens liefern neben unbekannten Gedichten, Briefen, Notizen, Berichten ein eindrucksvolles Bild eines Autors, der wie viele andere seiner Generation auf existenzielle Weise in die Zeitläufte des 20. Jahrhunderts geriet und seinen eigenen Weg fand.

Corona-Hinweise: Corona-bedingt ist die Platzzahl im Wilhelm von Humboldt-Saal begrenzt. Wir bitten deshalb um rechtzeitige Anmeldung unter freunde@sbb.spk-berlin.de , Telefon 030 – 266 43 8000 oder per Post.

Bitte beachten Sie auch die Corona-Regelungen der Staatsbibliothek zu Berlin, die Sie hier in jeweils aktueller Form nachlesen können: https://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/covid-19-hygienekonzept.

Veranstaltungsort:

Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm von Humboldt-Saal
Unter den Linden 8
10117 Berlin

 

Veranstaltungen

Rückblick

MO 25.04.2022
18:00 Uhr
Buchvorstellung

"Hast du uns endlich gefunden"
von Edgar Selge

Das literarische Debüt von Edgar Selge: Ein Zwölfjähriger erzählt seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Exemplarisch und radikal persönlich. Eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen.

DO 07.04.2022
18:00 Uhr
Buchvorstellung

Spione, Erfinder, Unternehmer – Preußens Industrialisierung in Lebensbildern
von Andreas Bödecker und Helga Tödt

DO 25.11.2021
18:15 Uhr
Buchvorstellung

Seid doch laut! Die „Frauen für den Frieden“ in Ost-Berlin erzählen ihre Geschichte
Mit Almut Ilsen und Ruth Leiserowitz

Im Herbst 1982 formulierten sieben Frauen in Ost-Berlin eine Eingabe und sammelten Unterschriften gegen das neue Wehrdienstgesetz der DDR, das die Einbeziehung von Frauen im Verteidigungs- und Mobilmachungsfall vorsah. Dies war die Initialzündung für die Entstehung der Oppositionsgruppen „Frauen für den Frieden“, zuerst in Ost-Berlin und später auch in anderen Städten der DDR. Die Gruppen vernetzten sich und organisierten jährliche Treffen.

MI 17.07.2019
18:00 Uhr
Lesung und Gespräch

Alexander von Humboldt
"Sämtliche Schriften"

DI 04.06.2019
18:00 Uhr
Lesung

Simone von Zglinicki liest Theodor Fontane

“Meine Kinderjahre”

FR 24.05.2019
18:00 Uhr
Lesung

Florian Illies

“1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte”