Max-Herrmann-Preis

2018

Max-Herrmann-Preis 2018 an die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken

Die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) wurde 1998 gegründet als offener Zusammenschluss von Bibliotheken an authentischen oder symbolischen Orten sowie von Bibliotheken in Dokumentationszentren, Forschungseinrichtungen und Geschichtsvereinen mit dem Ziel, sich fachlich auszutauschen und in einem Online-Verbundkatalog die Bestände zu vernetzen und zugänglich zu machen.
Nachdenken über die Vergangenheit, Erkenntnisgewinn und daraus entstehende Schlussfolgerungen ermöglicht allein die Sprache. Hierfür sammeln die Gedenkstätten-bibliotheken Dokumente und Berichte, wissenschaftliche Texte und Erzählungen in größtmöglichem Umfang, erschließen die Bestände systematisch und stehen allen Interessierten ebenso wie Wissenschaftler*innen offen. So sind sie wichtige Akteure der Erinnerungskultur.
Die Mitarbeitenden verstehen die Bibliothek als Begegnungsort und als Konfrontationsort mit der Vergangenheit; sie engagieren sich, um Opfern, Überlebenden und deren Nachkommen, aber auch Angehörigen aus Täterfamilien mit ihren Fragen zu helfen.
Den Blick in die Zukunft zu richten, heißt einen bedeutenden bildungspolitischen Auftrag wahrzunehmen. Hier, in den Gedenk-stättenbibliotheken, werden neue Methoden der Aufklärung, der Information über das NS-Regime und andere Diktaturen entwickelt.

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Die Laudatio hält die Schauspielerin Iris Berben.
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Von links: Margot Friedländer, Iris Berben, André Schmitz, Irmela Roschmann-Steltenkamp, Monika Sommerer, Barbara Schneider-Kempf
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Das Diplomatische Streichquartett spielt Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Erwin Schulhoff